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presse Mitteilungen

Pressemitteilung
 
Freiburg, 26.Juli 2019
 
 
Sorgen und „Wünsche“ der Freiburger Verbände bei politischem Sommerfest vorgestellt
 
Freiburg (mr). Das achte politische Sommerfest der Freiburger Verbände sorgte in diesem Jahr erneut für reges Interesse. Über 130 Gäste aus Politik, Wirtschaft oder Verwaltung waren am Montag, 22.Juli 2019, in das Schloss Reinach im Freiburger Ortsteil Munzingen gekommen.  Dort hatte zunächst Peter Erhardt, stellvertretender Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Schwarzwald-Bodensee, in seiner Begrüßungsrede Ausführungen zu aktuellen Themen in den Verbänden gemacht. Erhardt schilderte nicht nur Probleme in Straßenverkehrsinfrastruktur wie etwa den noch immer fehlenden Ausbau der A 5 zwischen Offenburg und Freiburg oder aber ebenso die Probleme der starren Arbeitszeiten und damit verbundenen schwierigen „Begleiterscheinungen“ in der Gastronomie. Ferner habe die regionale Landwirtschaft durch die Trockenheit enorme Probleme noch gute Preise in der Vermarktung des Holzes zu erzielen. Die Preise seien bereits „im Keller“, weshalb es für viele Betriebe Probleme geben würde. Nicht minder komplex sei das Thema Bagatellgrenze im Bereich des Einkaufes und der Rückerstattung der Mehrwertsteuer gerade für Bürger aus der Schweiz. Hier könne die vorgesehene Grenze einer Mehrwertsteuerrückerstattung erst ab 175 Euro zu erheblichen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze – insbesondere am Hochrhein - führen. Der Mangel an Fachkräften ist, so Erhardt, ein weiteres Problem und es müsse die Umsetzung des Zuwanderungsrechtes verbessert werden. Erforderlich sei weiter eine Ausweitung der Möglichkeiten der Arbeitsmarktzuwanderung für Fachkräfte auch ohne vorherige Arbeitsplatzzusage. Zusätzlich gelte es, die Potentiale von Asylsuchenden und Geduldeten durch zielgerichtete Maßnahmen zu erschließen. 
 
Für Matern von Marschall, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Freiburg, waren die negativen Begleiterscheinungen aus den diversen Verordnungen nicht so „negativ“. Er schilderte in seinen Ausführungen vor den Gästen, dass gerade die Thematik Arbeitszeit überarbeitet werde und er von baldigen „Erleichterungen“ in diesem Bereich ausgehe. In Berlin habe man nach Ansicht des Bundespolitikers auch die Notwendigkeit des Weiteren Verkehrsausbaus in der Region erkannt und deshalb werde nach seiner Einschätzung jetzt doch kurzfristig mit der kompletten Planung des Autobahnabschnittes zwischen Offenburg und Freiburg begonnen.  
 
Das Thema Ausbildung sei bei der Landesregierung weiter aktuell, wie Staatssekretär Volker Schebesta aus dem Ministerium für Kultur, Jugend und Sport BadenWürttemberg den Teilnehmern des Sommerfestes erläuterte. Deshalb erhalte die duale Ausbildung nach Angaben des Staatssekretärs neben der „normalen“ Ausbildung natürlich entsprechende Aufmerksamkeit und Wertschätzung.          
 
Im Anschluss an die Reden der Gäste folgte ein reger Meinungstausch der Gäste bis in die späten Abendstunden. 
 
Die einladenden Verbände zum Sommerfest sind 
 
 Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.,   Hotel- und Gaststättenverband Schwarzwald-Bodensee e.V.,   Handelsverband Südbaden e.V.,   Vereinigung Badischer Unternehmerverbände e.V.,   Verband des Verkehrsgewerbes Baden e.V.,   Verband deutscher Unternehmerinnen e.V.,   Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. - Geschäftsstelle Freiburg,   Fachverband Ausbau und Fassade Baden e.V.,   Holzbau Baden e.V. und    Schreiner Baden e.V.

Matthias Reinbold 
 

Freiburg, 19. Juli 2019

Pressemitteilung

Holzbau Baden wählt neues Präsidium -
Präsident Rolf Rombach bestätigt

Zimmerer aus der Region treffen sich in Bühl zur Mitgliederversammlung am Freitag, 12. Juli 2019

 

Bühl (mr). Die Vielfalt des Holzbaus in der Region mit der höchsten Holzbauquote Deutschlands wurde erneut deutlich während der Mitgliederversammlung von Holzbau Baden e.V. im KOMZET Bühl. Im vorgetragenen Geschäftsbericht von Cornelia Rupp-Hafner, Hauptgeschäftsführerin, und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sahen sich die Mitglieder von Holzbau Baden e.V. darin bestätigt, wie erfolgreich ihre Interessenvertretung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wirkte. Ein großer Hemmschuh ist für die Betriebe mehr denn je die Bürokratie wie auch der zunehmende Mangel an Mitarbeiter oder Auszubildenden in den Betrieben. Nicht minder schwer wiegen die Hürden bei Aufträgen in Frankreich oder der Schweiz

Nach der Entlastung von Geschäftsführung und Präsidium mit vorheriger Annahme des Jahresabschlusses durch die Mitgliederversammlung erfolgten die turnusmäßigen Neuwahlen des Präsidiums für die kommenden vier Jahre. Diese Wahlen zeigen Kontinuität wie auch neue Beteiligung auf. Die Versammlung bestätigte Präsident Rolf Rombach und die Herren Roland Wunsch als ersten und Herbert Hug als zweiten stellvertretenden Präsidenten im Amt. Zur Wiederwahl im Präsidium bereit erklärt und gewählt wurde Alexander Weschle. Ferner Georg Martin, der bisher ins Präsidium kooptiert war. Neu ins Präsidium gewählt wurden Jürgen Kutruff und Christian Denz. Kooptiert ins Präsidium wird neu Herbert Duttlinger. Mit Dank und Anerkennung wurden Berthold Bühler und Markus Hog für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement von der Versammlung verabschiedet. Beide kandidierten nicht mehr für ein Amt im Präsidium.

In seinem Grußwort an die Delegierten der Mitgliederversammlung unterstrich Oberbürgermeister Hubert Schnurr aus Bühl die Wichtigkeit des Holzhandwerkes und deren Betriebe für die Region. Dabei konnte er berichten, dass er eng mit dem Handwerk verbunden sei durch seine berufliche Vita und es für ihn wichtig sei sich hier zu engagieren. Deshalb wolle er auch einen künftigen Kindergarten mit viel Holz errichten um als Kommune „ein Zeichen“ zu setzen – was natürlich für Zustimmung der Teilnehmer sorgte. 

Der Geschäftsführer von Holzbau Deutschland, Rainer Kabelitz-Ciré, stellte informativ seine Tätigkeit vor, die über die politische Interessenvertretung hinaus reiche. Heute habe ein Verband vielfältige Aufgabenbereiche im Blick zu haben. Dazu würden unter anderem ebenso technische Bereiche rund um das Thema Holz zählen, aber auch bis hin auf die europäische Ebene sei das Engagement wichtig und ebenso aufwändiger durch die diversen Verordnungen. Ein besonderes „Aushängeschild“ sei für die Arbeit natürlich weiter die Zimmerer-Nationalmannschaft, die weiter auf Erfolgskurs bleibe. Ferner gebe es für die Darstellung der Arbeit eine neue konzipierte „Wander-Präsentation“. Diese könne künftig gut vor Ort bei Veranstaltungen als Informationsmöglichkeit eingesetzt werden.

Im Anschluss an die Zusammenkunft beließen es die Teilnehmer nicht bei der „Theorie“, sondern erlebten nur wenige Kilometer entfernt an der Geroldsauer Mühle in Baden-Baden wie modern und innovativ aus Holz Gebäude errichtet werden können – und sogar weit über die Stadt hinaus auch touristisch ein „Magnet“ für die Branche sind.

Zum Ausklang der erfolgreichen Zusammenkunft wurden Delegierte und Gäste noch zu einem heiter vergnüglichen Abend im KOMZET Bühl mit kulinarischen Köstlichkeiten der dortigen Küche eingeladen – begleitet von einem furiosen Auftritt von „De Hämme“, Klaus Dold, aus Lahr-Kuhbach mit seinen künstlerischen Anekdoten aus dem badischen Leben – und sogar mit eigenem badischen Witzbüchle. Da waren lange vergnügliche Stunden natürlich „vorprogrammiert“.

Unser Bild zeigt von links nach rechts Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr, Herbert Duttlinger, Herbert Hug, Roland Wunsch, Rolf Rombach, Christian Denz, Jürgen Kuttruff, Georg Martin und Hauptgeschäftsführerin Cornelia Rupp-Hafner. 

 

31.01.2018

Deutsche Säge- und Holzindustrie
                                            proHolz Schwarzwald — Holzbau-Forum Donaueschingen am 19.01.2018: Holz bietet Gestaltungsvielfalt
"Planen und bauen Sie mit Holz". Diesen Appell richtete Rolf Rombach, Präsidiumsmitglied des Verbandes Holzbau Baden e.V. an 300 Teilnehmer des Forums "Holzbaukultur vom Schwarzwald bis zum Bregenzerwald" in den Donauhallen in Donaueschingen. Die Veranstaltung für Architekten, Ingenieure, öffentliche und private Bauherren und Vertreter von Holz-Produzenten und Holzbau-Unternehmern war von dem durch die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg geförderten regionalen Cluster proHolz Schwarzwald organisiert worden. Zahlreiche kompetente Referenten machten anhand von ausgezeichneten Beispielen deutlich, welche vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Holzbau inzwischen bietet. Bei der Eröffnung des Forums unterstrich Präsidiumsmitglied Rolf Rombach die Ziele seines Verbandes und von proHolz Schwarzwald: Angestrebt ist die Steigerung der Verwendung von Holz aus dem Schwarzwald und die verbesserte Vernetzung innerhalb der, so Rombach, "Wertschöpfungskette Forst und Holz". Holz sei als nachwachsender Baustoff besonders empfehlenswert und diene dem Klimaschutz, weil CO2 gebunden wird. Hamburg und München hätten das im Gegensatz "zum grünsten Bundesland Baden-Württemberg" erkannt und entsprechende Förderung des Bauens mit Holz aufgelegt. Der weit verbreitete Annahme, Holz sei besonders brandgefährdet, konterte Rombach, der selbst Feuerwehrmann ist, mit dem Hinweis, massiv verbautes oder verkapseltes Holz habe "beste Brandschutzeigenschaften".
 
Fred Gresens von der Architektenkammer Südbaden, die im Cluster proHolz Schwarzwald engagiert ist, bezeichnete Holzbau als "eine große, traditionelle Disziplin der Architektur", die während der Industrialisierung "aus dem Bild der Städte wachsenden Städte verschwand". Inzwischen gebe es jedoch einen neuen Boom des Bauens mit Holz. Laut einer Studie könnten bundesweit mehr als 1,5 Millionen Wohnungen durch Dachaufstockungen in Holz ohne zusätzlichen Flächenbedarf und ohne zusätzliche Erschließungskosten gebaut werden. Holz, meinte Fred Gresens, "könnte zum urbanen Baustoff der Zukunft werden". Und sollte auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau stärker eingesetzt werden. Der Zimmermann und Restaurator Christian Lehmann aus St. Georgen sprach von der Vision, dass der Holzbau im Schwarzwald wieder zu einem Markenzeichen wird. Er sei zeitgemäß und modern.
 
Was im Clustergebiet Schwarzwald als regionale Baukultur bezeichnet werden kann und welche Rolle Holz dabei spielt, erörterte der Architekt Gerhard Zickenheiner vom Naturpark Südschwarzwald. Das traditionelle Schwarzwaldhaus in Eindach-Bauweise erklärte er für "tot", weil es seiner Funktion für eine funktionierende Landwirtschaft nicht mehr gerecht werde. Zickenheiner definierte regionale Baukultur nicht als Kopieren traditioneller Formen, sondern als Übernahme von neuen Ideen, die Projekte von hoher Qualität hervorbringen, nachhaltig sind und stimmig zur Örtlichkeit und in die Landschaft sowie in die Zeit passen. Das Verfassen einer regionalen Gestaltungsfibel lehnt er ab: "Gute Architektur entsteht nicht, wenn ich den Gestaltern den Freiraum nehme und ihnen vorschreibe, was wo hinpasst". Holz erhalte dann besondere Bedeutung, "wenn der Baustoff besonders gut eingesetzt wird und der Kontext stimmt".
 
Vorgestellt wurden auf dem Forum ausgezeichnete und allgemein anerkannte Beispiele des Bauens mit Holz im Schwarzwald. Unter anderem das Naturparkhotel. "Der Waldfrieden" durch die Inhaberfamilie Hupfer in Todtnau-Herrenschwand und der Forststützpunkt St. Peter. Ihn hat der Architekt Jochen Weissenrieder mit eigenständigen Holzbaukörpern in durchdachter und dem Ort angemessener Kleinteiligkeit entworfen. Der ebenfalls präsentierte Neubau der Winzergenossenschaft Buchholz-Sexau dient als Beispiel dafür, dass mit attraktiver Holzarchitektur auch positive wirtschaftliche Effekte zu erzielen sind: Zwei Jahre nacheinander jeweils 30 Prozent Umsatz-Plus auf Grund der Attraktivität des neuen Verkaufsraums registrierte die Winzergenossenschaft. Der verantwortliche Architekt Michael Maucher aus Waldkirch hob weitere Vorteile des Bauens mit Holz hervor: kurze Bauzeit bei Nutzung industriell vorgefertigter Bauteile (Brettschichtholz/BSH), Gewichtsvorteile auf schlechtem Baugrund und kostengünstige Realisierung. Fazit von Maucher: "Holz als regionaler Baustoff wird immer wichtiger."
 
Die renommierten international tätigen österreichischen Architektur - Büros Ludescher und Lutz und Dietrich/Untertrifaller präsentierten kühne Holzbau-Lösungen, die sie in verschiedenen Ländern realisiert haben — darunter Schulgebäude, Weingüter und Gasthäuser. Ludescher und Lutz gewannen auch Wettbewerbe im Südschwarzwald mit dem Gemeindehaus in Fröhnd und dem Belchenhaus. Helmut Dietrich, einer der Stars der Holzbaubranche, gab den Teilnehmern des Forums abschließend den Rat:
 

"Viele Aufgaben sind mit Holz hochwertiger zu machen als mit anderen Baustoffen".

Philipp Lutz

Helmut Dietrich